März 2022: Nominierung an der University of Tsukuba

Ich habe mich also beworben und wurde glücklicherweise auch akzeptiert. Aber wie ging es nun weiter?

Nach­dem ich mich erfol­gre­ich am Inter­na­tion­al Office der Ruhr-Uni­ver­sität Bochum bewor­ben hat­te, fol­gte die Nominierung an der Part­neruni­ver­sität. In meinem Fall war dies die Uni­ver­si­ty of Tsuku­ba.

Die Nominierung erfol­gte durch das Inter­na­tion­al Office, aber es waren auch einige Angaben von mir dazu nötig. Die E‑Mail mit der Nach­frage nach diesen Angaben erhielt ich am 17. März und ich sollte bis zum 23. März meine Antworten zurück­senden. Viel Zeit zum Aus­füllen blieb also nicht. Die Angaben waren allerd­ings auch nicht zu aufwendig, als dass man diese in der Zeit nicht aus­füllen kon­nte. Den­noch ist es bess­er, bere­it zu sein, auch kurzfristig E‑Mails zu beant­worten ;).

Erforderliche Angaben
  • Das Pro­gramm Lev­el, in das ich mich in Tsuku­ba ein­schreiben möchte. Wählen kon­nte ich dabei zwis­chen “under­grad­u­ate Pro­gram” oder “Master’s Pro­gram”. Da ich zu dieser Zeit im 4.Semester meines Bach­e­lors war, wählte ich das unter­grad­u­ate Pro­gram :).

  • Als zweites sollte ich meinen Sta­tus an der Uni­ver­sität wählen. Entwed­er “exchange stu­dent” oder “exchange research stu­dent”. Dazu wur­den uns einige Infor­ma­tio­nen mit­geschickt.
    • Der Sta­tus des “exchange stu­dent” (auf Japanisch übri­gens Toku­bet­su Choko­gaku­sei) ist sowohl für “under­grad­u­ate” als auch für “grad­u­ate” Stu­den­ten möglich. “Exchange stu­dents” kön­nen Kred­it­punk­te für bestandene Kurse sam­meln und diese auch anrech­nen lassen. Aber das Anrech­nen von Kred­it­punk­ten ist abhängig von der Fakultät. Hier muss also indi­vidu­ell nachge­fragt wer­den, inwiefern eine Anrech­nung möglich ist! Wenn man diesen Sta­tus wählt, muss man 8 Kurse pro Woche bele­gen, das entspricht einem Work­load von 600 Minuten.
    • Der Sta­tus des “exchange research stu­dent” (auf Japanisch: Toku­bet­su Kenkyu­gaku­sei) ist nur für “grad­u­ate” Stu­den­ten offen. Wenn man diesen Sta­tus wählt, forscht man unter Auf­sicht eines wis­senschaftlichen Betreuers. Da man hier eher forscht als Kurse zu bele­gen, kann man sich hier keine Kred­it­punk­te anrech­nen lassen.

  • Als näch­stes kam dann die Wahl der School/des Col­lege an der Uni­ver­si­ty of Tsuku­ba. Eine sehr span­nende Wahl! Ich sollte meine Erst- und Zweit­wahl angeben (Spoil­er: ich habe meine Erst­wahl erhal­ten). Hier wur­den Lis­ten von Schools/Colleges für Bach­e­lor Stu­den­ten und Master’s/ Doc­tor­al Pro­grams ver­linkt.

    Da ich ja im Bach­e­lor bin, kann ich an der Stelle nur etwas zu den “under­grad­u­ate schools/colleges” erzählen. Ich ver­linke hier aber ein­mal die Liste “Master’s/Doctoral Pro­grams”, die uns damals mit­ge­sendet wurde: https://www.tsukuba.ac.jp/en/academics/g‑list-since-ay-2020/.

    Es gab ins­ge­samt 10 Möglichkeit­en zwis­chen denen ich wählen kon­nte. Auch hier ein­mal der Link: https://www.tsukuba.ac.jp/en/academics/organization-ug-list/index.html. Als Japanolo­gie- und Geschichtsstu­dentin hat mich natür­lich direkt die erste School ange­sprochen: School of Human­i­ties and Cul­ture.
    Inner­halb dieser gab es weit­ere drei Auswahlmöglichkeit­en: Col­lege of Human­i­ties, Col­lege of Com­par­a­tive Cul­ture, Col­lege of Japan­ese Lan­guage and Cul­ture.

    Am inter­es­san­testen fand ich das Col­lege of Japan­ese Lan­guage and Cul­ture. Hier ist aber zu beacht­en, dass gute Japanis­chken­nt­nisse erforder­lich sind. Es wird ein Nach­weis im Form des JLPT (Japan­ese Lan­guage Pro­fi­cien­cy Test) gefordert und dabei sollen Japanis­chken­nt­nisse ver­gle­ich­bar zum JLPT N1 oder N2 nachgewiesen wer­den! (Weit­ere Infos zum JLPT wer­den in diesem Blog fol­gen und hier ver­linkt)

    Wenn man sich also im Col­lege of Japan­ese Lan­guage and Cul­ture ein­schreiben möchte, muss man vorher den JLPT machen und hier die Fris­ten beacht­en. Ich hat­te die Fris­ten lei­der schon ver­passt. Aber den­noch wäre es für mich möglich gewe­sen, ein Zer­ti­fikat eines Dozen­ten der Japanolo­gie einzure­ichen. Dieses musste nur bestäti­gen, dass meine Japanis­chken­nt­nisse dem Lev­el N1/N2 entsprechen. Am Ende habe ich mir dies aber nicht zuge­traut, da die Kurse auf Japanisch mit hohem Lev­el unter­richtet wer­den ;).

    Ich entsch­ied mich schlussendlich also für das Col­lege of Humanties, da es dort auch Geschicht­skurse gibt. Meine Zweit­wahl war dann das Col­lege of Edu­ca­tion (School of Human Sci­ences), da ich wahrschein­lich den Mas­ter of Edu­ca­tion an mein Bach­e­lor-Studi­um in Bochum anschließen möchte.

  • Die Stu­den­ten, die den Sta­tus “exchange research stu­dent” gewählt haben, soll­ten einen wis­senschaftlichen Betreuer wählen.

  • Zum Schluss fol­gten noch Angaben zu dem Studi­um in Deutsch­land, in meinem Fall Bochum. Ich sollte meinen Sta­tus an der Ruhr-Uni­ver­sität nen­nen (Bach­e­lor oder Mas­ter ) und in welchem Stu­di­en­jahr ich momen­tan bin. Dann noch meine Fakultät in Bochum und damit waren die Angaben voll­ständig.
Zusätzliche Tipps

Viele dieser Angaben waren schnell aus­ge­füllt, aber speziell für die Wahl der School sollte man sich etwas Zeit lassen und gut über­legen. Man sollte sich auch Zeit dafür nehmen, alles sorgfältig zu lesen, damit solche Infor­ma­tio­nen, wie die erforder­lichen Japanis­chsprachken­nt­nisse, nicht unterge­hen.

Bei Fra­gen kon­nte ich mich immer an meine Koor­di­na­torin des Inter­na­tion­al Office wen­den, was ich auch genutzt habe. Wie im meinem Beispiel mit dem Col­lege of Japan­ese Lan­guage and Cul­ture. Erst­mal dachte ich, dass es für mich nicht möglich ist, mich dort einzuschreiben. Schließlich hat­te ich das Datum für den JLPT schon ver­passt. Meine Koor­di­na­torin hat­te dann an der Uni­ver­si­ty of Tsuku­ba nachge­fragt und dadurch hätte ich das Zer­ti­fikat eines Dozen­ten ein­re­ichen kön­nen. Daher der Tipp, wen­det euch an euren Koor­di­na­tor und fragt ein­fach mal nach. Vielle­icht eröffnet sich dann doch noch eine Möglichkeit :).

So und damit schließe ich diesen zweit­en Teil mein­er Vor­bere­itung und hoffe, dass ich euch helfen kon­nte.

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