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20.11.2022: Momiji in Nord-Ibaraki

In diesem Beitrag möchte ich ein paar schöne Spots in Nord-Ibara­ki vorstellen, an denen man sich das Herb­st­laub anschauen kann.

Japanis­ch­er Ahorn in Fukuro­da

Die herb­stliche Ver­fär­bung der Blät­ter oder auf Japanisch Kōyō 紅葉 genan­nt, ist ein High­light in Japan, das man auf jeden Fall gese­hen haben muss. Fun­fact am Rande: Für 紅葉 gibt es zwei Lesun­gen, Kōyō und Momi­ji, und es gibt natür­lich auch einen kleinen Unter­schied ;). Spricht man vom Momi­ji sind speziell die Ver­fär­bun­gen des japanis­chen Ahorns gemeint, bei Kōyō spricht man all­ge­mein von der herb­stlichen Ver­fär­bung der Blät­ter.

Manche ken­nen die tolle Ver­fär­bung vielle­icht auch aus Ameri­ka, wo man vom “Indi­an Sum­mer” spricht. In Japan ver­färbt sich vor allem der japanis­che Ahorn (Momi­ji ;)), wie oben im Bild :). Also auf jeden Fall eine Empfehlung, falls man über­legt, wann man nach Japan kom­men möchte.

Momi­ji fängt meis­tens auf Hokkai­do im frühen Okto­ber an und erre­icht Tokyo und Kyoto dann Mitte bis Ende Novem­ber. Aber im Inter­net find­et man viele Seit­en, auf denen es eine Vorher­sage gibt, z.B. die Seite vom JR Rail­pass.

Aber in diesem Beitrag soll es speziell um Nord-Ibara­ki gehen und ich stelle ein paar Orte vor, an denen ich Momi­ji gese­hen habe ;). Ich war an diesen Orten gegen Ende Novem­ber und das war auch die richtige Zeit, vielle­icht kann man sog­ar schon etwas früher dort vor­beis­chauen.

I. Ryujin Otsurihashi

Erste Sta­tion der Reise war die Ryu­jin Otsuri­hashi Brücke. Viel kann ich allerd­ings dann doch nicht dazu sagen, weil wir, meine Fre­unde und ich, gar nicht auf die Brücke gegan­gen sind :D. Wir sind näm­lich zu dem Stau­damm darunter gefahren, von wo aus man sich die Brücke von unten anschauen kon­nte.

Stau­damm unter der Brücke

Die Brücke zu betreten hätte auch etwas gekostet. Wenn ich mich richtig erin­nere um die 1000 Yen (ca. 7 Euro).

Kurze Infos am Rande: die Ryu­jin Otsuri­hashi Brücke gehört zu den läng­sten Hänge­brück­en Japans mit 375 Meter Länge und ist 100 Meter hoch. Durch diese Höhe hat man auf der Brücke bes­timmt einen tollen Aus­blick, deshalb kann man über­legen, ob sich das Geld für einen lohnt. Und übri­gens, wer zu den beson­ders muti­gen Men­schen gehört, kann auch ein­mal Bungee Jump­ing buchen ;). Ich gehöre defin­i­tiv nicht dazu xD.

Aus­sicht vom Damm aus

Auch, wenn man nicht auf die Brücke geht hat man vom Damm allein schon eine schöne Aus­sicht. Das obere Bild zeigt diese Aus­sicht :). Der Damm hieß übri­gens ähn­lich wie die Brücke: Ryu­jin Damm ;).

Blick auf die Brücke vom Damm aus

Das obere Bild zeigt auch nochmal den Blick vom Damm auf die Brücke und hier kann man auch ein­mal sehen, wie hoch sie gele­gen ist.

II. Fukuroda Falls

Näch­ster Halt war Fukuro­da. Das war nochmal eine zwanzig-minütige Aut­o­fahrt vom Ryu­jin Damm. Der Ort selb­st liegt in einem Tal, durch das der Taki Fluss fließt. Fol­gt man diesem, erre­icht man den Fukuro­da Wasser­fall, unser näch­stes Ziel.

Fukuro­da auf dem Weg zum Wasser­fall

Aber auch schon der Weg zum Wasser­fall war sehr schön. Es gab viele Ahörn­er, die sich toll ver­färbt hat­ten. Falls ihr euch noch an das erste Bild dieses Beitrags erin­nert oder zurückscrollt, war dort ein Ahorn aus Fukuro­da abge­bildet ;). Da wir aber an einem Sam­stag unter­wegs waren, war es auch gut besucht :D. In den Geschäften gab es viel mit Äpfeln, zum Beispiel auch Apfel-Doraya­ki ^^. Die Gegend ist auch bekan­nt dafür, weshalb man hier viel damit kaufen kann.

Dazu kommt noch die Erd­beer-Sai­son, die geht in Japan von Novem­ber bis März :D. Deshalb find­et man nicht nur in Nord-Ibara­ki, son­dern über­all Spezial­itäten mit Erd­beeren.

Danach ging es dann zum Ein­gang des Wasser­falls. Der Ein­tritt hat nur 300 Yen (ca. 2 Euro) gekostet.

Erst­mal musste man durch einen Tun­nel laufen und der war schon ein High­light an sich. Am Anfang waren die Lam­p­en noch weiß (lei­der gibt es davon nur unscharfe Bilder) und je näher man dem Wasser­fall kam, desto rot­er wur­den sie. Es gab auch welche mit japanis­chem Ahorn ^^.

In der Mitte gab es noch eine Lichtschau für das kom­mende Jahr des Hasens (卯). Noch sind wir im Jahr des Tigers (寅).

Fukuro­da Wasser­fall von der unteren Ebene

Schließlich sind wir am Wasser­fall angekom­men, der an diesem Tag weniger Wass­er hat­te als son­st. Man kon­nte zwei Ebe­nen besuchen zwis­chen denen man ein­mal mit dem Aufzug fahren musste. Das obere Bild zeigt den Wasser­fall von der tief­er­en Ebene.

Das Untere den Aus­blick von der oberen Ebene. Von dort hat­te man einen Blick von oben über den gesamten Wasser­fall :).

Fukuro­da Wasser­fall von der oberen Ebene
Fukuro­da Wasser­fall Weitwinke­lauf­nahme

Aber wie man auf den Bildern sehen kann, gibt es auch schon einige Bäume, die keine Blät­ter mehr tra­gen. Also waren wir vielle­icht schon etwas später dran, aber es hat sich trotz­dem gelohnt! Wenn man aber einen Aus­flug plant, sollte man diesen vielle­icht eher auf Mitte Novem­ber leg­en ;).

Durch die Natur ging es zurück nach Fukuro­da. Es gibt aber auch die Möglichkeit, um den Wasser­fall herum zu wan­dern. Dabei gibt es Wan­der­routen, die bis zu zwei Stun­den dauern kön­nen. Für Leute, die gerne Wan­dern vielle­icht auch ein Tipp ;).

Auf dem Weg zurück nach Fukuro­da

In der Stadt haben wir dann gegrill­ten Salz­fisch pro­biert :D. Für mich defin­i­tiv eine Pre­miere und etwas ganz Außergewöhn­lich­es ^^. Man kon­nte den Fisch wohl wirk­lich kom­plett essen, sog­ar den Kopf (habe ich aber nicht gemacht xD). Aber er schmeck­te wirk­lich gut. Vielle­icht an ein paar Stellen etwas viel Salz für mich, aber echt eine Empfehlung!

Gegrill­ter Salz­fisch

Als Nachtisch gab es dann Soft­eis, wovon es in Japan eine Menge an ver­schiede­nen Sorten gibt. Ich hat­te zum Beispiel Matcha-Eis, aber es gab auch Zun­da (Edamame) oder Fisch :D.

III. Eigen-ji

Ein­gang zum Eigen-ji

Und somit kom­men wir zu unsere let­zten Stopp :). Der Eigen-ji Tem­pel ^^.

Für mich war dort das Herb­st­laub am toll­sten! Es gab auch keine Ein­tritts­ge­bühren. Hier­hin zu fahren, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hier noch ein paar Ein­drücke von der Tem­pelan­lage.

Die Far­ben waren wirk­lich toll! Und dazu dann die ganzen Fig­uren. Auf die Meis­ten waren auch Ahorn Blät­ter gelegt wor­den, wie oben, und das sah nochmal bess­er aus ;).

Schild­kröte am Eigen-ji

Am Eigen-ji gab es sehr viele dieser Fig­uren. Viele hat­ten ver­schieden­ste Gegen­stände in der Hand. Ich ver­mute, dass man hier für spezielle Sit­u­a­tio­nen beten kann, also zum Beispiel gab es eine Fig­ur mit einem Zug und vielle­icht hofft man dann auf eine gute Reise :D. Aber an dieser Stelle nur eine Ver­mu­tung von mir.

Aber ich habe auch eine Fig­ur mit ein­er Kam­era fotografiert. Allerd­ings eine Nikonkam­era mit ein­er Canonkam­era xD bringt das jet­zt Unglück?

Micky & Min­nie
Eigen-ji

Ich hoffe, dass die Bilder einen guten Ein­druck geben kon­nten und ihr vielle­icht auch im Herb­st nach Nord Ibara­ki reisen wollt ;). Für einen Tage­saus­flug lohnt es sich auf jeden Fall. Übri­gens eine weit­ere Empfehlung von mir: nach einem lan­gen Tag Sight­see­ing ins Onsen! Das haben wir auch gemacht und das tut sehr gut!

Transport

Vielle­icht fragt sich auch der ein oder andere wie man denn die oberen Ziele erre­ichen kann. Schlechte Nachricht­en: mit öffentlichen Verkehrsmit­teln kaum bis gar nicht :(. Wir haben uns ein Auto gemietet, was ein­fach war, wenn man eine Über­set­zung des Führerscheins hat.

Um in Japan ein Auto mieten bzw. fahren zu kön­nen, muss man seinen deutschen Führerschein über­set­zen lassen. Das geht in Deutsch­land zum Beispiel über den ADAC für 70 Euro oder in Japan beim JAF (Japan Auto­mo­bile Fed­er­a­tion) für 4000 Yen (ca. 28 Euro). In Deutsch­land braucht es einige Tage bis Wochen und auch in Japan sollte man dafür zwei Wochen ein­pla­nen. Also bei einem kürz­erem Aufen­thalt in Japan bess­er schon in Deutsch­land erledi­gen.

Auf der Seite der JAF find­et man übri­gens auch alle Infor­ma­tio­nen rund ums Fahren in Japan :).

Unser Toy­ota Yarik

Und wie immer lieben Dank fürs Lesen dieses Beitrages! Dies­mal ist er etwas länger gewor­den, aber ich hoffe, dass ich bei allen die Reiselust geweckt habe ;). Bis zum näch­sten Mal.

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