21–22. September 2022: Anreise in Japan

行こう!

Los geht es nach Japan! Nun ist endlich der Tag der Abreise gekommen, der 21. September 2022.
Air France Flug nach Hane­da, Tokyo (Dream­lin­er)

Schneller als gedacht, ist es soweit und mein Aus­land­s­jahr in Japan begin­nt.

Die let­zten Wochen in Deutsch­land habe ich viel mit Fre­un­den und Fam­i­lie ver­bracht ;). Immer­hin werde ich die meis­ten ein ganzes Jahr nicht sehen kön­nen. Aber richtig real­isiert, dass ich mein Zuhause für ein Jahr nicht sehen werde, habe ich immer noch nicht.

Am Mittwoch (21.09.22) hieß es für mich früh auf­ste­hen. Mein Flug ging ab Düs­sel­dorf um 9:25 Uhr. Da ich lieber zu früh als zu spät da bin, habe ich drei Stun­den am Flughafen einge­plan­nt. Zu meinem Glück habe ich aber am Flughafen schnell bemerkt, dass der große Ansturm auf den Flughafen diesen Som­mer mit dem Ende der Som­mer­fe­rien abgek­lun­gen war.

Um 6:30 Uhr habe ich mich mit einem Kom­mili­tone getrof­fen, mit dem ich zusam­men fliegen werde. Das kann ich auch nur jedem empfehlen! Ins­ge­samt sind wir fünf Stu­den­ten von der Ruhr Uni­ver­sität und über unsere Koor­di­na­torin sind wir in Kon­takt gekom­men. Das hat nicht nur bei den Vor­bere­itun­gen geholfen, weil man sich aus­tauschen kon­nte, son­dern mir auch bei mein­er Aufre­gung. Nun musste ich nicht alleine nach Japan fliegen :).

Die Auf­gabe des Gepäcks (zwei Kof­fer mit jew­eils 22,5 und 17 kg bei erlaubten 23 kg ) und die anschließende Sicher­heit­skon­trolle ging dann recht schnell. Um 7:30 Uhr saßen wir am Gate und hat­ten noch anderthalb Stun­den Zeit bis zum Board­ing. Wir haben uns viel unter­hal­ten, weil wir uns auch erst am Flughafen das erste Mal in Per­son getrof­fen haben ^^. So ging die Zeit dann doch schnell herum.

Umstieg in Paris

Ein biss­chen mehr als eine Stunde haben wir mit dem Flugzeug nach Paris gebraucht. Am Flughafen Charles de Gaulle war unser Umstieg für den Flug nach Hane­da, Tokyo. Dieser Flug sollte 12:45 Stun­den dauern… Mein somit läng­ster Flug mein­er Lauf­bahn xD. Lei­der zäh­le ich zu dem Typ Men­schen, die auf einem Flug nicht gut schlafen kön­nen :(.

Wir hat­ten genau drei Stun­den Umstiegzeit in Paris und trotz der lan­gen Strecke, die wir zurück­le­gen mussten, war es mach­bar. Am näch­sten Gate hat­ten wir sog­ar zwei Stun­den Zeit. Man musste ein­mal mit dem Bus zwis­chen zwei Ter­mi­nals fahren und dann noch gefühlt zwei Kilo­me­ter laufen ;).

Geflo­gen sind wir dann mit dem Dream­lin­er (Bild oben), auch eine Pre­miere für mich. Tipps für solch lange Flüge kann ich aber nicht viele geben, weil ich selb­st gerne welche hätte xD. Auf den Flü­gen höre ich immer sehr viel Musik, am besten mit Kopfhör­er die Noise Can­celling unter­stützen ;). Dann kann man gut das dauer­hafte Rauschen im Flieger aus­blenden. Aber Achtung: Hat man ein­mal Noise Can­celling benutzt, will man nie wieder ohne fliegen ;).

Anson­sten habe ich ver­sucht viel zu schlafen, hat aber eher mäßig funk­toniert. Eine Stunde nach Abflug gab es Aben­dessen und erst am Mor­gen (nach japanis­ch­er Zeit) Früh­stück. Dazwis­chen wurde alles abge­dunkelt, damit man sich schon­mal an den japanis­chen Ryth­mus gewöh­nen kon­nte.

Mir ging aber viel durch den Kopf, was auch nicht geholfen hat. Ich wusste noch nicht, wie die Ein­reise in Japan ablaufen würde und auch nicht, wie das Leben in Japan wer­den wird. Dazu kam noch, dass man ein Jahr von Zuhause weg ist und viele bekan­nte Gesichter lange nicht sehen kann. Hier also nochmal der Tipp nicht alleine zu reisen, wenn es euch auch so geht. Ich habe viel mit meinem Kom­mili­tione gesprochen, dem es genau­so ging und man ist mit diesen Gedanken defin­i­tiv nicht alleine!

Auf dem Flug mussten wir dann noch zwei For­mu­la­re für die Ein­reise aus­füllen. In diese mussten aber eigentlich nur Angaben einge­tra­gen wer­den, die ich schon ein­mal vorher angegeben habe. Habt am besten alle Infor­ma­tio­nen zur Hand während des Fluges. Gefordert war zum Beispiel die Adresse in Japan, warum man nach Japan kommt, Dauer des Aufen­thaltes, ob man sich schon­mal straf­bar gemacht hat und so weit­er. Ein zweites For­mu­lar sollte am Zoll abgegeben wer­den und man sollte nur angeben, ob man Dro­gen, Fleisch oder andere Pro­duk­te ein­führen will, die nicht erlaubt sind.

Ankunft am Haneda International Airport, Tokyo
Hane­da Inter­na­tion­al Air­port

Irgend­wann war es dann aber soweit und unser Flieger lan­dete am Hane­da Flughafen. Der Lan­dean­flug über das Meer war sehr cool! Ich saß auf der linken Seite des Flugzeuges und hat­te eine tolle Aus­sicht. Nach Ankun­ft am Gate wur­den im Flieger erst ein­mal Masken verteilt, weil in Japan am Flughafen Maskenpflicht herrscht.

Aber ich kon­nte nicht richtig real­isieren, dass ich in Japan angekom­men war, wo ich ein Jahr ver­brin­gen werde. Schließlich stand noch die Ein­reise an und meine Gedanken dreht­en sich ehrlich gesagt nur darum :). Ausstiegen aus dem Flugzeug wur­den wir erst­mal von mehreren Flughafe­nangestell­ten zur ersten Sta­tion, dem Gesund­heitscheck, gelotst. Wenn man sich aber in der 2022 genutzten SOS App bere­its im Vor­feld reg­istri­ert hat und diese blau ist, ist der Check kein Prob­lem.

Bei der Ein­reise in Japan wird derzeit Fast Track benutzt, um den Coro­na-Gesund­heitscheck zu vere­in­fachen. Im Vor­feld kann man seine Angaben in der App ein­tra­gen und seine Impfz­er­ti­fikate oder neg­a­tiv­en Coro­nat­est hochlo­den. Wenn alles voll­ständig und akzep­tiert wurde, ist die SOS App blau.

Ist die App gelb muss man bei der Ein­reise noch einen Neg­a­tiv­en Test am Flughafen vor­weisen. Bei Rot muss man den Reg­istrierung­sprozess wieder­holen.

Nach dem Gesund­heitscheck kam dann die eigentliche Ein­reise und die ging mit dem Cer­tifi­cate of Eli­gi­bil­i­ty, das ich zum Glück zwei Tage vor der Abreise per Post erhal­ten habe, prob­lem­los. Es wur­den ein­mal meine Fin­ger­ab­drücke genom­men und ein Bild gemacht. Anschließend habe ich schon meine Res­i­dence Card erhal­ten und war fer­tig.

Am Gepäck­band haben zum Glück meine bei­den Kof­fer bere­its auf mich gewartet. Let­zter Schritt war dann nur noch der Zoll. Im Flugzeug hat­te ich ja bere­its einen Zettel aus­ge­füllt, dass ich nicht Zollpflichtiges mit­führe und das wurde auch nicht weit­er unter­sucht.

Fort­set­zung im Blo­gein­trag: Ankun­ft in Tsuku­ba

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